Fliegenfischen an der Örtze - ein Mix aus Dynamik und Genuss

Eine häufig an uns gerichtet Frage lautet: "Ist das Watfischen erlaubt?" Klare Antwort:"Nein!"

 

Wir legen besonderen Wert auf die Hege und Pflege der Kies- und Laichbänke, die nicht nur Brut- und Aufwuchsstätten für viele Jungfische sind, sondern auch die Wohnstube einer Vielzahl von zum Beispiel Insekten, Schnecken und Rundmäulern bilden.

 

In der Örtze ist das Watfischen ohnehin nicht effektiv, da man die Fische damit eher verscheucht. An Stellen mit flachen Ufer haben wir keine Einwände, wenn man um Werfen mal einen Fuß ins Wasser setzen muss. Aber auch hierbei gilt besondere Vorsicht, denn es kann durchaus sein, dass sandiger Untergrund den Stiefel nicht wieder hergeben will. An unserer Strecke besteht auch kein Grund den Fluss mehrfach zu queren.

Unterhalb der alten Holzbrücke in Feuerschützenbostel befischen wir überwiegend das linke Ufer, oberhalb der Brücke liegt unter anderen ein längerer Abschnitt der sehr gut vom rechtseitigen Ufer befischt werden kann. Eine Wathose, oder auch Watstiefel, sind dennoch sehr nützlich, um sich vor Zecken und an Regentagen vor nasser Vegetation zu schützen, denn ausgetrampelte Wanderwege entlang des Gewässers wird man bei uns nicht vorfinden.

Deshalb begegnen einem auch nicht alle Nase lang nervige Passanten die Fragen stellen, welche man schon tausendfach mit Widerwillen beantwortet hat. Wer dennoch Geselligkeit wünscht, kann im Bereich von circa einhundert Metern rund um die alte Holzbrücke auf wenige Spaziergängen, oder in den Sommermonaten auf Badegäste treffen.

 

Nun zum Tackle: Mit einer Fliegenrute ab Klasse #3 bis #6 ist man für die meisten Fischarten gut gerüstet. Längere Ruten von 9-11 ft sind bei uns sehr beliebt, um einen höheren Rückwurf über die Böschungskante zu vollziehen, aber auch um die Fliege über eventuelle Krautkanten sauber präsentieren zu können.

 

Besonders in den Sommermonaten bilden sich teilweise erhebliche Pflanzenteppiche in der Örtze, unter denen die Fische Schutz suchen. In den Strömungsrinnen erwarten einen die Bisse tief unten am Grund, weshalb eine gute Auswahl an beschwerten Fliegen, Goldköpfe und/oder schwerer Sinkvorfächer nicht fehlen dürfen. Aufgrund ständig wechselnden Strömungsveränderungen im Querprofil der Örtze sind Vollsinkleinen eher unvorteilhaft.

 

In den kalten Monaten und wenn die Krautbänke im Winterschlaf ruhen, macht das Werfen mit einer feinen Switch-Rute enorm viel Spaß, um zum Beispiel tief geführte Streamer quer stromabwärts driften zu lassen. Größere Streamer sollten dabei besser mit einem Stahlvorfach versehen sein, da es durchaus neugierige Hechte gibt.

 

Ungefähr jeweils auf der Hälfte der Strecke oberhalb und unterhalb der Brücke, haben wir Bänke zum Verweilen für unsere Mitglieder aufgstellt. Mit viel Glück trifft man dort eines unserer wenigen Mitglieder, denn an den meisten Tagen gehört die gesamte Strecke ganz und gar allein.

 

Tight lines!

Laich-, Brut- und Aufwuchszeiten